27. April 2012

 

Prävention von sexueller Gewalt und Kindeswohlgefährdung

 

Der BdSJ (Bund der St. Sebastianus Schützenjugend) im Diözesanverband Köln hat es sich u.a. zur Aufgabe gemacht, auf der Grundlage der verbindlichen Präventionsordnung des Erzbistums Köln eine Fortbildungsmaßnahme zum Themenbereich „Sexuelle Gewalt“  in  allen 31 Bezirksverbänden des Diözesanverbandes Köln durchzuführen. Frank Janssen, stv. Bezirksjungschützenmeister des Bezirksverbandes Nettesheim hat sich dafür stark gemacht, diese Schulung auch für Jungschützen und Jugendleiter in den Bezirksverband zu holen. Die Referenten Martin Dittner (stv. Diözesanjungschützenmeister) und Sonja Kübler (Bildungsreferentin) vom Schulungsteam eröffneten die Sitzung im Schützenhaus Frixheim mit einem Lied als Impuls „Kinder sind tabu ! Lass die kleinen Menschen in Ruhe ihr Leben verstehen – ohne Angst und Gewalt“.

 

Wenn auch die Gruppe anzahlmäßig noch mehr Zuspruch hätte verkraften können, war es für alle ein spannender Abend. Vorangestellt hatten die Referenten die Maßgabe, Kindern die „ drei S“ (sicher - stark - selbstbewusst) mit auf den Weg zu geben. Der BdSJ will den Kindern und Jugendlichen einen geschützten Rahmen bieten und eine Kultur der Grenzachtung pflegen - die im Grundgesetz verankerte Würde des Menschen ist unantastbar!

 

Ziele der Jugendarbeit müssen sein: Sicherheit vor Ort – transparente Standards – fachlicher Umgang mit Nähe und Distanz – Erfüllung eines gesetzlichen Auftrages – nachweislicher Schutz von Kindern und Jugendlichen – Intervention bei Grenzverletzungen und Übergriffen…

Die Darstellung der polizeilichen Statistik (bekannte Fälle und Dunkelziffer) war für alle erschreckend. Sexuelle Gewalt ist ein Offizialdelikt – Opferschutz ist oberstes Gebot!

 

Besonders interessant und beeindruckend war für alle Teilnehmer, dass sie bei der Beurteilung von Fallbeispielen nie weit in ihrer Meinung auseinander lagen. Ein sog. „Ampelspiel“ brachte interessante Diskussionsansätze zutage. Als Fazit der Schulung war man sich einig, dass Jugendleiter/innen aufmerksam und sensibel beobachten müssen. Eine Situation kann schnell – berechtigt oder unberechtigt – eskalieren.

 

Die Wichtigkeit einer solchen Veranstaltung erschloss sich schon aus der Tatsache, dass auch Bezirks- und Diözesanbundesmeister Wolfgang Kuck als Gast an der Schulung teilnahm. Auch er unterschrieb wie alle Teilnehmer am Ende eine Selbstverpflichtungserklärung, mit der sich derjenige dafür einsetzt, dass Kinder und Jugendliche einen geschützten Raum erfahren!

 
 

Fotos/Text: Carola Kuck-Goergen

 

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